Über uns

Im Jahr 2022 kommen die Mädchen und Jungen, die das Löwenhaus regelmäßig besuchen, aus 18 Ländern dieser Welt und sprechen 20 verschiedene Sprachen. Der Großteil ihrer Familien bezieht noch immer staatliche Transferleistungen und lebt an – in Teilen auch unter – der Armutsgrenze. Unter diesen sozialen Problemen leiden insbesondere die Kinder und Jugendlichen. 

Still und leise 16 Jahre alt geworden, ist das Löwenhaus eine echte Erfolgsgeschichte;  eine etablierte Harburger Institution, die aus diesem Stadtteil nicht mehr wegzudenken ist. Es befindet sich mitten im Herzen des Stadtteils, unweit der Stadtteilschule Maretstraße im Zentrum des Phoenix-Viertels, einem „sozialen Brennpunkt“ des südlichen Hamburgs.

Die traditionsreiche Gummifabrik Phoenix AG, die dort seit über 150 Jahren ansässig ist und Reifen, Schläuche und Gummidichtungen herstellt, gab dem Viertel seinen Namen.  Ein klassisches Arbeiterviertel, das es infolge des zweiten Weltkrieges allerdings besonders schwer hatte. Verfallene oder gänzlich zerstörte Häuser und ein dadurch besonders niedriger Mietspiegel zogen vermehrt einkommensschwache Familien an.

Rund 6.500 Einwohner*innen pro Quadratkilometer leben in Hamburg-Harburg. Insgesamt zählt Hamburg-Harburg 26.248 Einwohner*innen, davon sind 14.106 männlich und 12.142 weiblich. Der Anteil einkommensschwacher Gruppen steigt kontinuierlich an. Er steigt sogar nicht nur stärker als in Hamburg und im gesamten Hamburger Umland, sondern auch stärker als im gesamtdeutschen Durchschnitt. 
Im Bezirk Harburg leben rund 29.000 Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren, im Stadtteil Harburg rund 4.000. Im Stadtteil Harburg bezogen im Jahr 2021 rund 42 % der unter 15-jährigen Mindestsicherung nach SGB II. Mit Blick auf die Jüngsten sind das fast doppelt so viele wie im restlichen Hamburg mit seinen weiteren diversen Brennpunkt-Stadtteilen.*


Daraus und aufgrund der dort herrschenden Zustände und Widrigkeiten ergibt sich ein enorm hoher Bedarf an Kinder- und Jugendeinrichtungen. Die Wilstorfer Straße zum Beispiel – nur ein paar Gehminuten vom Löwenhaus entfernt – zählt heute zu den härtesten Pflastern der Stadt: Raub, Körperverletzung, Drogenhandel, Ladendiebstahl und Wohnungseinbrüche sind hier alltäglich und nehmen seit dem Jahr 2013 stark zu. Mangelnde Sicherheit und die Kriminalität im Viertel stehen bei Berichterstattungen häufig im Mittelpunkt. Auffällig ist, dass viel über sehr junge Täter*innen und Betroffene berichtet wird.

Quellen zu den Angaben des Texts und des Diagramms: Stadtteil-Profile Statistikamt Nord Berichtsjahr 2021 (Datentabelle)

In Kooperation mit einer Hamburger Filmproduktion machten die Löwenkinder und Jugendlichen erste Erfahrungen in filmtypischen Arbeitsfeldern wie Produktion, Film und Schnitt, welche sie im Jahr 2022 in Form eines Löwenhausfilmes im Format von Kindern für Kinder in die Praxis umsetzten.

Team

Anders als in anderen Einrichtungen arbeiten die Betreuer*innen des Löwenhauses allumfassend. Konfrontiert mit täglich wechselnden Notwendigkeiten, die durch die Herkunftsfamilien der Kinder und Jugendlichen oft nicht erfüllt werden können – von Zahnarztbesuchen bis hin zu Lebensmitteleinkäufen, nehmen die Betreuer*innen diverse Rollen ein – ob als Psycholog*in, Sozialarbeiter*in, Kunsttherapeut*in oder Sozialpädagog*in – versuchen sie jeden Tag aufs Neue den passenden Hebel zu bedienen.

Houda Mbarek

Leitung

Felix Mävers

Pädagogische Fachkraft

Natascha Togni

Ehemalige Löwin, jetzt Honorarkraft

Sarah-Aisha Gromm

BFD 2022

Lucie Schäferkordt

ehemalige BFDlerin, jetzt Honorarkraft

Josefin Lepthie

Pädagogische Fachkraft

Silvia von Pock

Künstlerin

Heide Schallenberg

Pädagogische Fachkraft

Fahrida Amin

Honorarkraft

Ema Wisnewski

Ehemalige Löwin und BFDlerin,
jetzt Honorarkraft

Dennis Waldmann

Koch

Elijah Faran

BFD 2022

Bodo Gohr

Hausaufgabenbetreuung

Arwina Hamad

Ehemalige Löwin,
jetzt Honorarkraft

Abdi Abdilani

BFD 2022

Lumi

Gute Seele und Therapiehund in Ausbildung

Satzung